Renditeberechnung



Wenn man Renditeberechnung hört, dann denkt man zuallererst an den Zins. Aber bei Unternehmensanleihen ist der Zins nicht alleinentscheident für die Renditeberechnung. Zur Berechnung hinzugezogen werden muss auch der Kurs, der beim Erwerb von Unternehmensanleihen gezahlt werden muss. Der Fall, daß man Unternehmensanleihen exakt zum Nennwert, also 100 %, kauft und bis zur Fälligkeit behält, ist eher eine Ausnahme. Die meisten Unternehmensanleihen werden bereits mit der Ausgabe zu einem höheren/niedrigeren Kurs am Markt angeboten. Hierfür gibt es auch einen Grund, weshalb die Unternehmensanleihen nicht zu 100 % plaziert wurde. Der Grund für diese Auf- und Abschläge bei der Emission liegt darin, um die Emissionsrendite ( Rendite, die ein Anleger erzielt, wenn der die Unternehmensanleihen vom Tag der Emission bis zum Tag der Einlösung behält) der Unternehmensanleihen dem aktuellen Kapitalmarktzinsniveau anzupassen. Gravierender können die Abweichungen vom Nennwert (100 %) sein, wenn Sie laufenden Unternehmensanleihen über die Börse kaufen. Die Rendite wird mit folgender Formel berechnet :

Laufende Verzinsung = Zinssatz x 100 / (Kaufkurs)

Beispiel :

Unternehmensanleihen besitzen einen nominellen Zinssatz von 7 %. Der Anleger erwirbt das Papier zu einem Kurs von 98 %.

7 x 100 / (98) = 7.14 % laufende Verzinsung

Die Unternehmensanleihen besitzen also eine laufende Verzinsung von 7.14 %. Zusätzlich erzielen die Unternehmensanleihen einen Kursgewinn von 2 %, wenn der Anleger die Unternehmensanleihen bis zur Fälligkeit behält. Man kann also davon ableiten, desto niedriger der Kurs der Unternehmensanleihen beimKauf ist, desto höher ist die Rendite, bei gleichem Zinssatz vorausgesetzt.

Eine sehr gute Möglichkeit, die Rendite der Unternehmensanleihen zu berechnen, findet man auf der Anleihenseite von Onvista.